23. Juli 2019 Berlin - Friedrichshain - lokal . informativ . aktuell

Pension Schönes Neukölln

In der Kiezpension „Schönes Neukölln“ prallt alles aufeinander: ausgeflippte Typen, Gestrandete, Alt 68er, Spießer, Heimatlose, Marxisten, Occupies und natürlich ein Bär. Mit viel schwarzem Humor, aktuellen politischen Themen und Liedern über die Widrigkeiten des Alltags und der tiefen Sehnsucht nach Wärme und Geborgenheit, wird das gemeinsame Leben zu einer skurrilen Komödie. Die Pension am Richardplatz ist pleite und das Netz der Gier, der Banken und der Makler zieht ihre Schlingen immer enger. Spielort: Alte Feuerwache in Friedrichshain, Marchlewskistrasse 6, 10243 Berlin Vorbestellungen: 030/426 66 36 Donnerstag, 7.Febr. 2013 – 20: 00 Uhr Premiere Freitag, 8. Febr.2013 – 20:00 Uhr Samstag, 9. Febr.2013 – 20:00 Uhr Weitere Informationen unter: www.schönesneukölln.de Inhalt: Schönes Neukölln! Der spannendste Bezirk von Berlin lockt mit einer eigenen Theater-Soap. Im Rampenlicht steht die Pension “Schönes Neukölln“ am Richardplatz, betrieben mit Charme und Schnauze von einer waschechten Berliner Pflanze – Heidi. Bei ihr wohnen sie gemeinsam unter einem Dach: die Heimatlosen, die Gestrandeten, die Ausgeflippten. Jeder mit seinen Macken, die ihn auf irgendeine Weise besonders und liebenswert machen. Da ist der ewig arbeitslose Schauspieler und Berufsherzensbrecher Roberto, gescheitert am gesellschaftlichen Normen und doch so liebenswert mit seinen kleinen Dramen. Die 16jährige Hannah – aus der Gropiusstadt vor ihrer spießigen Mutter in den hippen Norden Neuköllns geflohen – angekotzt vom Alltag der Erwachsenen und der Schule, von himmelhoch jauchzend zu Tode betrübt, betet ihn heimlich an. Roberto hat Augen für alle Frauen, doch am meisten für Frau Schmidtchen, die in Paralleluniversen hin und her springt, leidenschaftlich Liebesromane schreibt, so richtig aufblüht in der Welt von Graf Bärensteins Liebesleben und manchmal in einem Bärenkostüm durch Berlin läuft. Dann gibt es noch Rotschal, Marxist und Filialleiter bei McDonalds, dessen strenge Parolen nur schwer erkennen lassen, wie gern er eigentlich hier wohnt, und Oma Liebchen, die sich gegen Altersheim und Einsamkeit gerne mal einen Joint und eine Occupy Demo genehmigt. Heidis Bruder Schiwa, kommt aus dem schicken Prenzlauer Berg, ist wohlhabender Psychologe und hängt dauernd in der Pension ab, immer auf der Suche nach seiner inneren Göttlichkeit. Deniz, Heidis türkischer Pflegesohn, der sich über die Verhältnisse im Altersheim, in dem er arbeitet, beschwert, sich jedoch nicht den Mund aufzumachen traut, hängt seiner alten Liebe nach- Stefanie, Heidis Tochter aus der Gropiusstadt. Bürgerlich, brav und bei der Bank angestellt, ist sie das ganze Gegenteil ihrer flippigen Schwester Fleur. Letztere ist schriller als Nina Hagen und indischer als Gandhi und bringt ordentlich Pepp nach Neukölln City. Maier, der in engen Trainingshosen seine Kreise um das Haus zieht, immer darauf bedacht, nicht in eines der zahlreichen Neuköllner Hundehäufchen zu treten, ist der Hausmeister, rechtschaffend, Ordungsfanatiker, Berufsspießer und verliebt in Roberto? Was passiert: Siegesmund Gier, Makler und Menschenfreund, plant mit seiner sprachlosen Assistentin Uschi eine feindliche Übernahme der Pension. So ein attraktives Objekt hat doch viel mehr Potential, man könnte die Preise leicht in die Höhe steigen lassen und es an die Wünsche des Höchstverdieners anpassen. Hauptsache die Schmarotzer sind raus. Und möglicherweise springt für einen selbst noch ein Gartenhäuschen in Rudow bei raus. Also: los geht´s! Doch sie haben nicht mit dem menschlichen Chaos, der Wiederspenstigkeit und dem Einfallsreichtum der Bewohner gerechnet. Gemeinsam gegen Gentrifizierung und für Weihnachten im Frühling !