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WE HAVE A SITUATION ***live at Bar BoBu***

BAR BOBU proudly presents live on stage:
WE HAVE A SITUATION
doors: 19h
donation based
INDIESOULPUNK
Sir Marx machte gerade ein Wochenende durch (das waren die guten alten Zeiten: keine
Arbeit, keine Beziehung, keine Ideen), als er an diesem Club vorbeikam. Draußen stand:
Hier läuft eine Geburtstagsparty, es gibt nichts zu feiern, gehen Sie weiter! Er war nur kurz
verwundert, vermerkte am Einlass: Sir Marx ist da! und befand sich im nächsten
Augenblick vor der Bühne, in der einen Hand ein Bier, die andere zur Faust erhoben: „I’ve
come to wish you an unhappy birthday!“ In jeder der Bands, die nacheinander auftraten,
ein und derselbe Musiker an der Gitarre. Der feierte seinen Geburtstag, und trat dort in
jeder der Bands selbst auf. Jetzt hatte Sir Marx doch noch eine Idee: In drei Monaten hab
ich Geburtstag, das kann ich auch!
Am nächsten Tag rief Sir Marx Benjamin, Michi, Sebastian und Dr. Udo Schneider
zusammen, die hatten keine Arbeit, keine Beziehung und keine Ideen – obwohl, bis auf Dr.
Udo Schneider, aber seine Arztkarriere in der Charité lastete ihn trotz 50-Stunden-Woche
nicht besonders aus, auch er machte weiterhin die Wochenenden durch. Sir Marx sagte:
„In drei Monaten hab ich Geburtstag. Ich kann kein Instrument spielen, aber ich werde mit
meiner Band auftreten. Macht ihr mit? Wir heißen We Have A Situation.“ Die anderen
sagten: „Das ist eine vollkommen bescheuerte Idee, wir sind dabei.“
Schließlich taten sie das unvermeidliche – sie gingen in den Proberaum. Sie hatten keine
eigenen Songs, also griffen sie zum äußersten Mittel: Sie wollten ihre Lieblingssongs
spielen. Sir Marx als Tänzer am Mikrofon, Benjamin Schlagzeug, Michi Bass, Sebastian
Gitarre, Dr. Udo Schneider Keyboard.
Im Proberaum war es dunkel und kalt, Bier tropfte von den Rohren. Sie lasen das
Kommunistische Manifest des 21. Jahrhunderts, hörten ihre Lieblingssongs und vertonten
die Revolution. Die historische Analyse der Bewegung des Kapitals hatte Bestand, aber
bedurfte einer Aktualisierung auf der Ebene der symbolischen Repräsentation: Sie
nahmen Texte und Akkorde ihrer Lieblingssongs, vermengten sie mit den unzähligen alten
Soulplatten die sie gehört hatten, mit den Wall of Sounds von Phil Spector bis The Jesus
and Mary Chain, und schleuderten sie nun stückweise wieder hinaus. Sir Marx tanzte sich
auf seiner Geburtstagsfeier von einem Jahr in das andere, und seitdem durch die Berliner
Clubs. Benjamin, Michi, Sebastian und Dr. Udo Schneider an seiner Seite, und ein
wachsendes Publikum vor der Bühne. We´
re movin‘ on up now, our ligth shines on.
Sie nennen es Shake-Music. Rennt los, um sie euch anzuschauen!